Großübung in Binabiburg


Die Feuerwehr Vilsbiburg war mit der Drehleiter und der Führungsstelle beteiligt.

Wasser marsch“ bei Großübung - Vermisste Personen schnell gefunden

Binabiburg. Zur Großübung lud kürzlich die Freiwillige Feuerwehr Binabiburg ein. Dem Aufruf folgten die Feuerwehren aus Aich, Rothenwörth, Bonbruck, Frauensattling, Treidlkofen, Vilsbiburg und Egglkofen. Angenommen wurde der Brand einer Scheune auf dem Anwesen der Familie Niedermeier in Pfistersham.

Martinshorn aus allen Himmelsrichtungen, Brummen der Motoren, das Dröhnen der Tragkraftspritzen zog einige Anwohner der Pfistershamer Straße am Dienstagabendaus den Häusern. Dabei handelte es sich um eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung. Brisant war die angenommene Lage: Kinder und deren Mutter wurden in einer brennenden Scheune auf dem landwirtschaftlichen Anwesen vermisst. Es galt in höchster Eile unter Atemschutz die abgängigen Personen zu suchen. Dies gelang binnen weniger Minuten. Konzentriert und professionell saßen die Handgriffe bei den Floriansjüngern. Schläuche wurden zusammengekuppelt und auch die Verkehrsregelung auf der vorbeiführenden Kreisstraße übernommen.

Parallel wurde die Drehleiter der Feuerwehr Vilsbiburg im Innenhof aufgestellt, um den Rinderstall und die nahe Biogasanlage abzuschirmen. Von der nahen Bina wurde das Löschwasser mit drei Leitungen an die Übungsstelle gefördert. Damit gelang es die angrenzenden Gebäude abzuschirmen und zu schützen. Weiteres Löschwasser wurde den Hydranten in der näheren Umgebung entnommen. Auch die Heizzentrale des örtlichen Nahwärmenetzes konnte damit erfolgreich geschützt werden.

Die Feuerwehr Vilsbiburg unterstützte den Einsatz zudem mit der Führungsunterstützung, führte die Lagekarte und rief regelmäßige Einsatzbesprechungen ein.

Zufriedenstellend war auch das Übungsergebnis. Bei der anschließenden Übungsbesprechung stellte der Binabiburger Kommandant, Georg Valentin, allen das Szenario vor. Kreisbrandinspektor Wolfgang Metz ging auf taktische Verbesserungsmöglichkeiten ein, zog jedoch auch ein positives Fazit. Bürgermeisterin Doris Wimmer beobachtete ebenfalls ihre erste Feuerwehrgroßübung und dankte allen Ehrenamtlichen für die gezeigte Leistung und deren Engagement im Ehrenamt.

​​​Bild und Text: Dominik Götz

Verpuffung im Stadtbauhof


erste Zugübung im Übungsjahr 2026

Vilsbiburg. Die monatliche Zugübung der Freiwilligen Feuerwehr Vilsbiburg wurde kürzlich zusammen mit dem Bayerischen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst im Stadtbauhof Vilsbiburg abgehalten. Während die Feuerwehr die Verletzten rettete und das Feuer löschte, versorgte der Rettungsdienst die geschminkten Opfer nach Kategorisierungund Dringlichkeit. Am Ende zeigten sich alle Beobachter zufrieden mit der gezeigten Leistung.

Vorausgegangen war eine Verpuffung in der Waschhalle des städtischen Bauhofs in der Frontenhausener Straße, Rauch drang bereits aus Fenstern und Türen. Zunächst war dabeiunklar, wie viele Verletzte in der völlig verrauchten Waschhalle vermisst sind. Über die Übungsleitstelle wurde daher der Löschzug der Vilsbiburger Wehr an das Brandobjekt gerufen. Zur Absicherung wurde ebenfalls ein Rettungswagen entsandt. Nach einer Erkundung der Lage wurde umgehend ein Innenangriff unter Atemschutz angeordnet. Zügig wurden die Schläuche verlegt und auch ein Lüfter in Stellung gebracht, da aufgrund des Rauchs in der Halle die Sicht gen Null war. 

Da sich in der Halle auch eine Wartungsgrube befand, mussten sich die Trupps vorsichtig vorantasten. Hilfeschreie der Vermissten bauten zusätzlichen Stress auf. Schnell konnten die Vermissten aus dem Gebäude gebracht werden. Parallel wurde im Außenbereich die Löschwasserversorgung durch einen Hydranten in der Frontenhausener Straße aufgebaut und auch die Drehleiter in Stellung gebracht.

Von seitens des Rettungsdienstes eilte ebenfalls ein Großaufgebot an die Einsatzstelle. Unweit der Einsatzstelle wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet. Dort wurden die realistisch geschminkten Opfer zunächst gesichtet, kategorisiert und nach einer rettungsdienstlichen Erstversorgung in Kliniken eingeliefert. In Summe mussten fünf Verletzte versorgt werden, zwei davon waren schwerstverletzt und benötigten eine intensivere Behandlung.Fiktiv angenommen wurde dabei auch die Landung von zwei Rettungshubschraubern, um die Patienten zeitnah in Spezialkliniken verlegen zu können. 

Im weiteren Verlauf wurde noch ein verletzter Feuerwehrkamerad im Bereich der Frontenhausener Straße gemeldet. Angenommen wurde hierbei, dass dieser durch einen Fahrzeuglenker angefahren wurde. Auch dieser wurde vom Rettungsdienst versorgt, stabilisiert und anschließend in eine Klinik eingeliefert.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung zeigten sich die Verantwortlichen von Feuerwehr und Rettungsdienst mit der gezeigten Leistung zufrieden. So wurden alle Aufgaben schnell und souverän abgearbeitet. Die Opfer erfuhren die bestmögliche Behandlung und auch Waschhalle war binnen kürzester Zeit abgesucht. 

Bild und Text: Dominik Götz

Haupt- und Dienstversammlung 2026


Am Donnerstag, den 17. April, fand die Haupt- und Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Vilsbiburg statt. Neben zahlreichen aktiven und passiven Mitgliedern konnte Vorsitzender Michael Knepper auch viele Ehrengäste begrüßen. Unter ihnen waren Kreisbrandinspektor Wolfgang Metz, Ehrenmitglied Rudi Nesner, Pfarrer König, Bürgermeisterin Sybille Entwistle, mehrere Stadträte sowie ein Vertreter der Vilsbiburger Zeitung.

Nach der fristgerechten Einladung stellte der Vorsitzende die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. In einem würdigen Moment wurde anschließend der verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr gedacht.

Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden

In seinem Jahresbericht blickte Vorsitzender Michael Knepper auf die vielfältigen Vereinsaktivitäten zurück. Die Feuerwehr beteiligte sich im vergangenen Jahr an mehreren Gründungsfesten und nahm an kirchlichen sowie öffentlichen Veranstaltungen teil, darunter Fronleichnam, der Volkstrauertag und die Einweihung des Gerätehauses in Sarnthein.

Ein besonderer Dank galt der Stadtverwaltung sowie Bürgermeisterin Entwistle für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Zudem wies der Vorsitzende darauf hin, dass ab sofort auch fördernde Mitglieder in den Verein aufgenommen werden können.

Protokoll und Verwaltungsarbeit

Daniel Böhm verlas in Vertretung für Schriftführerin Verena Bastin das Protokoll der letzten Versammlung. Unter anderem wurde dabei die Erstellung einer Geschäftsordnung für den Verwaltungsrat thematisiert.

Jahresbericht des Kommandanten

Kommandant Florian Grimm berichtete über ein arbeitsreiches Jahr der Einsatzabteilung. Die Feuerwehr Vilsbiburg zählt aktuell 72 aktive Mitglieder, darunter sechs Frauen. Die Mitgliederzahl blieb insgesamt stabil. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich derzeit 16 Jugendliche.

Ein besonderes Lob richtete der Kommandant an das Social-Media-Team für die engagierte Öffentlichkeitsarbeit. Im Berichtsjahr wurden rund 1.500 Ausbildungsstunden geleistet. Die Feuerwehr rückte zu 122 Einsätzen sowie mehreren Sicherheitswachen aus, was insgesamt über 2.000 Einsatzstunden bedeutete. Zu den größeren Schadenslagen zählten unter anderem der Brand im Asylheim in Vilsbiburg sowie ein Brandeinsatz in Schalkham.

Der Fuhrpark der Feuerwehr ist mit der Indienststellung des HLF 20 modern und zukunftsfähig aufgestellt. Als zentrales Ziel für die kommenden Jahre nannte Kommandant Grimm die weitere Zukunftssicherung der Feuerwehr durch die Modernisierung des Gerätehauses, deren Umbaumaßnahmen in Kürze beginnen sollen.

Bericht aus der Jugendfeuerwehr

Jugendwart Maxi Knepper berichtete von einer sehr aktiven Jugendfeuerwehr mit 16 Mitgliedern, darunter ein Mädchen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 20 Übungen abgehalten, darunter die Grundausbildung. Zudem legten die Jugendlichen erfolgreich die Jugendflamme sowie den Wissenstest ab und erwarben verschiedene Leistungsabzeichen.

Besondere Höhepunkte waren die 24-Stunden-Übung in Vilsbiburg sowie die Teilnahme an einer weiteren 24-Stunden-Übung in Geisenhausen. Darüber hinaus beteiligte sich die Jugendfeuerwehr am St.-Martins-Umzug und den traditionellen Jahresabschluss in der Kegelbahn der Feuerwehr. Erfreulicherweise konnten erneut auch dieses Jahr neue Mitglieder in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden.

Kassenbericht und Ehrungen

Kassier Karl Kopp stellte den Jahresbericht vor. Die Kassenführung wurde von der Versammlung beanstandungslos bestätigt, Kassier und Vorstandschaft wurden entlastet.

Im Anschluss fanden Ehrungen statt. Martin Huber wurde zum Ehrenmitglied der Feuerwehr Vilsbiburg ernannt. Zudem erfolgte die Ernennung des neuen Fähnrichs.

Grußworte der Ehrengäste

Bürgermeisterin Sybille Entwistle dankte der Feuerwehr für ihr großes Engagement im Stadtgebiet und betonte den Wunsch nach einer noch engeren Zusammenarbeit aller Feuerwehren im Stadtgebiet. Gleichzeitig informierte sie über geplante Investitionen in das Gerätehaus sowie über die Suche nach einem möglichen neuen Standort. Angesichts der Priorisierung städtischer Investitionen bat die Bürgermeisterin um Geduld.

Kreisbrandinspektor Wolfgang Metz berichtete über Neuerungen in der Kreisbrandinspektion, darunter ein neues Lehrgangsportal, den Aufbau einer Führungsstelle zur Führungsunterstützung mit enger Anbindung an die neue Kreiseinsatzzentrale sowie eine Verschlankung der Alarm- und Ausrückeordnung für Führungskräfte.

Abschließend wurde die neue Versorgungsgruppe Vilsbiburg (VGV) als Sonder-Einsatzgruppe im Gemeindegebiet vorgestellt.

Wünsche und Anträge

Zum Abschluss der Versammlung wurden Wünsche und Anträge behandelt und offen diskutiert. Der Abend klang anschließend in geselliger Runde aus.

Bilder und Text: Florian Steinbrückner

90. Geburtstag von Richard Schachtner


Feuerwehr Vilsbiburg gratuliert ihrem ältesten Mitglied

Die Freiwillige Feuerwehr Vilsbiburg gratulierte ihrem langjährigen Mitglied Richard Schachtner herzlich zu seinem 90. Geburtstag. Zu diesem besonderen Anlass besuchte ihn eine Delegation bestehend aus Vorstand Michael Knepper, Daniel Böhm sowie Martin Huber.

Richard trat im Jahr 1955 in die Feuerwehr ein und war bis zum Erreichen der Altersgrenze ein aktives Mitglied. In dieser Zeit prägte er den Einsatzdienst maßgeblich. Besonders als Maschinist war Richard eine feste Größe in der Mannschaft. Er fuhr zahlreiche Einsätze in seiner aktiven Laufbahn und sorgte stets dafür, dass Fahrzeuge und Mannschaft sicher wieder vom Einsatz nach Hause kamen.

Ein besonderes Kapitel seiner Feuerwehrlaufbahn war die Ausbildung zum Drehleitermaschinisten. Mit der Indienststellung der ersten Drehleiter im Jahr 1969 begann in Vilsbiburg ein neues Zeitalter der technischen Modernisierung – und Richard war einer der ersten, die an der Feuerwehrschule Regensburg den entsprechenden Lehrgang absolvierten.

Auch heute ist Richard der Feuerwehr eng verbunden. Als ältestes Mitglied der Wehr nimmt er gerne an Aktionen und Veranstaltungen teil und hält dabei immer wieder einen Plausch mit den Kameraden. Seine Geschichten aus vergangenen Zeiten sind immer kurzweilige und für viele ein wertvoller Einblick in die Entwicklung der Feuerwehr.

Die Feuerwehr Vilsbiburg würdigt Richard Schachtner nicht nur für seine jahrzehntelange Einsatzbereitschaft, sondern auch für seine Vorbildfunktion und sein Engagement.

Text: Florian Steinbrückner

Nachruf von Josef Billinger


Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Josef Billinger, dem langjährigen Vorstand und Ehrenvorstand der Feuerwehr Vilsbiburg. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Kameradschaft und sein tiefes Verantwortungsbewusstsein prägten über Jahrzehnte das Wesen unserer Feuerwehr. Josef war nicht nur Vorbild in der Führung, sondern auch ein Mensch, der mit Herz und Verstand für das Wohl der Gemeinschaft einstand.

Wir verlieren mit ihm einen geschätzten Wegbegleiter, dessen Andenken in unserer Mitte weiterleben wird.

Text: Florian Steinbrückner

Aktuelles aus dem Social Network

weiter zu Instagram